~ Geschichtliches - Hotel mit hauseigener Quelle in Südtirol ~

Die bewegte Geschichte des Dolomitenhotels Weisslahnbad in Tiers am Rosengarten beginnt im 18. Jahrhundert und reicht bis in die Gegenwart

Die Entstehungsgeschichte - Die Anfänge
Genannt wird das "Weisslahngütl" erstmals 1779 im Urbar Meinhard II. Schon damals soll es eine Badeanstalt gegeben haben. Vermutet wird sie an der Quelle, rund 350 Höhenmeter über dem heutigen Standort, direkt an den Felsen gebaut. Solche hölzerne Badehäuser waren nur mit einfachsten Wannen ausgestattet. Oft wurde das Wasser über einem Holzfeuer unter freiem Himmel erhitzt, eine Vorgehensweise, die nicht selten zu Unfällen führte. Die Tierser Badeeinrichtung dürfte um die Jahrhundertwende einem Brand zum Opfer gefallen sein.

Ein Jahrzehnt später, im Jahr 1811, erbaute der damalige Bürgermeister Johann Andrä Knollseisen ein Badegasthaus an der heutigen Stelle, dem hintersten Talgrunde von Tiers. Es war noch klein und einfach, aus Stein gebaut. Erst der Andrang von Kunden, rund 100 Jahre später, führte zur Erweiterungen und komfortablerer Ausstattung.

Vorerst wurde das Bad hauptsächlich von der Bevölkerung aus der näheren Umgebung aufgesucht. Aus den umliegenden Dörfern kamen Badegäste nach Tiers, auch aus der nahe liegenden Stadt und deren Umgebung. Andrä Knollseisen hatte auch den Bau der alten Tierser Straße veranlasst, so dass es für die Badegäste nicht allzu schwierig war, das Weisslahnbad zu erreichen. Der Komfort des Hauses war bescheiden, hier konnte sich jeder einen Badeaufenthalt leisten. Besonders an Sonntagen erfreuten sich Wildbäder einer großen Besucherzahl. Einheimische Bauern wurden deshalb oft aufgefordert, das Bad bereits um 5 Uhr morgens und vor allem gegen Saisonanfang oder -ende zu nehmen. Und wer es sich leisten konnte, verbrachte mit Vorliebe gleich ein paar Wochen in frischer Waldluft und angenehmer Gesellschaft und verband diesen Umstand mit dem Besuch wohltuender Bäder.

Neben 13 einfachen Zimmern - wohl nur mit einem Schrank, einem Bett und einer Decke ausgestattet - besaß das Tierser Badl eine Badküche samt Badkessel und einigen Wannen, Stall, Stadel, drei Gemüsegärten und ein Stück Wiese. Die Wannen waren ursprünglich aus Holz. Bedeckt wurden sie mit einem Brett, worüber man eine Decke breitete, so dass nur mehr der Kopf des Badenden zu sehen war. Auf das Brett stellte man ein Krüglein mit Wein, da die Bäder oft mehrere Stunden dauerten. Auf dem großen gemeinsamen Herd in der Badküche durften die armen Badegäste ihre mitgebrachten Speisen kochen. Das Holz für das Feuer mussten sie aber selbst besorgen.

Schon früh genoss das Tierser Bad einen guten Ruf als Kur- und Sommerfrischeort. Bereits 1828 bemerkte Ignaz Hörmann, Autor des Buches „Die Badeanstalten des Kreises an der Etsch“: Der Ruf des Bades in Gliederkrankheiten, in der Bleichsucht, Magenbeschwerden, Schwäche des Unterleibes und Nervensystems ist groß. Empfohlen wurde das Wasser außerdem als Bade- und Trinkkur gegen Rheumatismus und Nervenschmerzen, bei Blutarmut und Stoffwechselerkrankungen, Störung der Atemwege und Arthritis. Der Wundarzt von Völs besuchte das Bad einmal pro Woche. Trotzdem kamen im Laufe des 19. Jahrhunderts kaum ausländische Gäste nach Tiers und Weisslahn. Mit einheimischen Besuchern brachte man es um 1880 gerade auf 200 Badegäste pro Jahr.

Das Bad wechselte im Laufe des 19. Jahrhunderts häufig seine Besitzer. Selbst der Löwenwirt Anton Villgrattner und dessen gleichnamiger Sohn scheinen für kurze Zeit in der langen Liste der Tierser Badwirte auf. Sie besaßen gleichzeitig auch die Steger Säge. In besonderen Krisenzeiten - zwanziger bis vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts und nach dem Ersten Weltkrieg - übernahm die Gemeinde Tiers das Bad Weisslahn.

Die Besitzer führten die Badeanstalt nicht immer selbst, sondern verpachteten sie an verschiedene Badwirte. So führte von 1819 bis 1823 Barbara Lorenzini das Gasthaus. Später waren es Jacob Trotter, Jacob Figl, Anton Neulichedl und das Ehepaar Kräutner aus Blumau.
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